Profil- und Fremdsprachenwahl

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

zwischen Dienstag, den 27.02.24 und Montag, den 25.03.24, findet die online-Einschreibung für die 2. Fremdsprache ab Klassenstufe 6 sowie die Wahl des Profils ab Klassenstufe 8 statt:

  1. An Webseite anmelden (Homepage ganz unten; Zugangsdaten siehe Informationsschreiben Fremdsprachen- bzw. Profilwahl; ausgehändigt vor den Winterferien)
  2. Verlinkungen auf der Startseite (Buttons im oberen Bereich) anklicken
  3. Anmeldemasken mit Schülerdaten und gewünschter Sprachen- bzw. Profilreihenfolge befüllen. Sie erhalten eine Bestätigungsmail, sofern Sie eine Kontaktadresse eingegeben haben.

Schuldelegation aus Südkorea besuchte das Kepler

Unter dem Motto ‚Internationaler Austausch für Demokratie, Menschenrechte und friedliche Vereinigung‘ besuchte am 15.02.24 eine Schülerdelegation aus der südkoreanischen Stadt Gwangju unsere Schule.

Die 20 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, die in Gwangju verschiedene Schulen besuchen, hatten sich im Vorfeld für die Reise nach Europa beworben und erfolgreich einen Auswahlprozess durchlaufen.

Die Stadt Gwangju unterhält seit 2011 partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Leipzig. Hintergrund sind historische Parallelen: Im Mai 1980 ereignete sich in der südkoreanischen Stadt ein Aufstand der Stadtbevölkerung gegen das damals herrschende Militärregime und das von diesem verhängte Kriegsrecht, darüber hinaus für Freiheit, Menschen- und Bürgerrechte sowie demokratische Grundprinzipien. Die Ereignisse in Gwangju im Mai 1980 waren damit – ebenso wie die Montagsdemonstrationen in Leipzig im Oktober 1989 als zentrale Ereignisse der friedlichen Revolution in der DDR – wichtige Meilensteine für die Demokratisierung beider Länder. In Gwangju wurden dabei über einen Zeitraum von mehreren Tagen über 150 Zivilisten von Soldaten bzw. Militärpolizei durch rücksichtslosen Schusswaffengebrauch getötet und über 3000 Stadtbewohner verhaftet.

Trotz des (dem chinesischen bzw. koreanischen Neujahrsfest geschuldeten) ungünstigen Besuchstermins mitten in den Winterferien, die von Schülerschaft und Lehrkräften für den wohlverdienten Winterurlaub genutzt werden, fanden sich eine ganze Reihe von interessierten Schülerinnen und Schülern, um das Johannes-Kepler-Gymnasium angemessen zu repräsentieren. Zwei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 bzw. 12 stellen das Kepler als UNESCO-Projektschule mit besonderem Fokus auf die Nachhaltigkeitsprojekte sowie die internationalen Austausche vor. Weiterhin wurde in einem Vortrag die Rolle Leipzigs in der friedlichen Revolution im Herbst 1989 beleuchtet. Die südkoreanischen Gäste präsentierten kulturelle Besonderheiten ihres Landes (Kulinarisches, K-Pop) und stellten in einer Tanzperformance die Geschichte des Aufstandes in Gwangju nach.

Kernstück der Veranstaltung waren jedoch die Gruppengespräche zwischen deutschen und koreanischen Schülerinnen und Schülern, in denen Fragen des Schul- und Alltagslebens, der Sprache, der Geschichte und Kultur und vor allem der deutschen Wiedervereinigung besprochen wurden.

Nach einer Schulführung stärkten sich Gäste und Gastgeber noch mit leckerer Pizza. Nach der Veranstaltung ging es dann für die koreanische Schülerschaft, die am selben Tag aus Berlin angereist war, noch weiter in Richtung Prag, wo ein weiterer Besuchstag vorgesehen ist, um am Folgetag dann wieder Richtung Südkorea zu fliegen.

Wir hoffen, dass aus dieser Kooperation weitere gemeinsame Veranstaltungen erwachsen werden und sich perspektivisch auch ein Besuch interessierter Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Gwangju realisieren lässt.

Kepler Helau !!!

Am Donnerstag, dem 8.2.24 organisierte der Schülerrat mit der Jahrgangsstufe 11 und unserem Technikteam ein buntes Faschingstreiben in Haus und Hof. Viele fantasievolle Wesen belebten die Stimmung, fieberten bei den Wettspielen mit und nahmen am Kostümwettbewerb teil. Danke allen Teilnehmern, die diesen Tag zu einem unvergesslichen machten.

Newsletter Nr. 4 – Februar 2024

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor den nahenden Winterferien möchte ich nicht versäumen, Ihnen einen kleinen Überblick über kürzliche Entwicklungen in unserer Schule zu geben.

Das Kalenderjahr begann für unsere Schulgemeinschaft leider sehr traurig, mussten wir doch erfahren, dass eine Lehrkraft, die über Jahrzehnte an unserer Schule wirkte, verstorben war. Im ausliegenden Kondolenzbuch wird in vielen rührenden Beiträgen deutlich, wie betroffen Schülerinnen und Schüler, der Elternrat sowie unser Kollegium sind. Wir wünschen allen Angehörigen und Freunden auch an dieser Stelle Kraft in diesen schweren Zeiten.

Mit dem Ende des Monats Januar verabschiedeten wir Frau R. Gräf in ihren wohlverdienten Ruhestand. Über viele Jahre leitete sie die Fachkonferenz Französisch und organisierte den Schüleraustausch mit Frankreich. Nicht nur, aber besonders dafür spreche ich ihr auch in diesem Newsletter Anerkennung und Dank aus. Wir wünschen Frau Gräf eine von Gesundheit und Zufriedenheit geprägte Zeit.

Unser Leitbildprozess hat die nächsten wichtigen Etappen genommen: So wurde Anfang Januar das Kollegium beteiligt, auch die Schulleitung hat sich abermals damit beschäftigt. Im März stehen nun essentielle Meilensteine an; sowohl Eltern- als auch Schülerrat werden in den Prozess eingebunden und sind auch an dieser Stelle aufgefordert, unsere Schule zu ihrer Schule zu machen.

Großartige Veranstaltungen fanden im Januar statt. Sowohl das von einer Zugabe geprägte und sehr gut besuchte Benefizkonzert als auch unser Nachmittag der offenen Tür waren ein großer Erfolg. Viele interessierte Viertklässler und ihre Eltern besuchten uns und ließen uns mit Vorfreude auf die hoffentlich gemeinsame Zeit zurück. Man merkte auch, wie unsere Schule stärker in den Stadtteil hineinwächst; das ist jedenfalls unser Ziel.

Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit kommen wir voran. So hat die Schulkonferenz im Januar aus verschiedenen Entwürfen in sehr konstruktiver Art und Weise ein neues Schullogo (siehe oben) beschlossen. Damit hängt ein Corporate Design zusammen, das nun sukzessive auf verschiedene Ebenen übertragen wird. Folglich wird es auch Eingang finden in den Relaunch der Website, der nach den Ferien beginnen wird. Mit Freude machen wir uns auf den Weg, auch hier unsere Schule professionell und attraktiv aufzustellen.

Im Bereich von Wettbewerben gab es neuerlich Erfolge. Der Diercke-Geografiewettbewerb fand unter großer Beteiligung statt. Am Sächsischen Informatikwettbewerb nehmen Joey Löffler und Anton Voigt (beide 6c) auf Landesebene im März teil.

Ein sehr wichtiger Bereich für unsere Schule ist der Beratungsdienst. Wir haben diesen nunmehr neu aufgestellt: So ist Frau L. Gräf seit Februar unsere Beratungslehrkraft in Raum N 303. Das Team wird erweitert um Frau Decker, die für Präventionsarbeit zuständig ist, und Frau Heinig sowie Herrn Bergmann, die unsere Beauftragten für Berufs- und Studienorientierung sind. Ich danke allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement in diesem tragenden Bereich. Eine frohe Nachricht erhielten wir ebenso in letzter Zeit: Am Kepler-Gymnasium wird es ab dem Schuljahr 2024/25 Schulsozialarbeit geben. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung in diesem Bereich.

Kleine Schlaglichter möchte ich auf einzelne Ereignisse werfen: Schülerinnen und Schüler kamen vor der Wahl der zweiten Fremdsprache wieder in den Genuss von Schnupperunterricht, andere besuchten die Oper und das Schauspielhaus, wieder andere beschäftigten sich auf einem Projekttag mit dem Alltag in Diktaturen. „Grün macht Schule“ geht ebenfalls in die nächste Runde, hier nehmen wir jetzt gemeinsam mit unserem Schulträger den Pausen- und Bühnenhof ins Visier. Frau Kerrinnis leitet nunmehr das UNESCO-Team an unserer Schule; auch in diesem Jahr wird es wieder UNESCO-Tage geben. Die Regionaltagung der Schulleitungen sächsischer Projektschulen nahm zuletzt den wichtigen Bereich von Diskriminierungserfahrungen in Schulen in den Fokus.

Vor uns liegt nun aufgrund der frühen Sommerferien ein sehr kurzes und forderndes zweites Halbjahr, für das ich besonders Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs maximalen Erfolg und allen Lehrkräften die notwendige Kraft und Energie wünsche, diesen Zeitdruck gut zu gestalten. Zeitnah nach den Ferien geht es mit den BLFs los in eine fordernde Prüfungszeit.

In den Ferien besuchen uns ca. 20 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte aus Gwangju, Südkorea; ein erstes Ergebnis der Reise Herr Schürers im Herbst. Wir freuen uns auf den Besuch und ich bedanke mich bei allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, die sich in den Ferien an dieser Stelle dafür einbringen, dass vielleicht eine längerfristige Kooperation entstehen kann.

In der Hoffnung, dass die kommenden zwei Wochen für euch, Sie und Ihre Familien Erholung und schöne gemeinsame Stunden bieten, verbleibe ich mit herzlichen Grüßen.

Paul Deuschle
Komm. Schulleiter

Pelmeni, Piroschki und Plinsen

Der Russisch-Grundkurs hat Geschmack bewiesen. Bevor es an gemeinsames Schlemmen ging, standen die Mühen der Zubereitung an. Da war es für den einen schon eine Herausforderung , eine Kartoffel zu schälen, der nächste stand zum ersten Mal an der Nudelmaschine. Aber gemeinsam konnten sich alle am reichhaltigen Buffet bedienen: Borschtsch (den einige erst argwöhnisch beäugten und dann um so leckerer fanden) oder Soljanka; Teig in herzhaften und süßen Varianten: Watruschki, Bliny, Pelmeni u.A. und natürlich auch Salat Olivier. Alle sind satt geworden und sind sich einig, ein Weg in die Eisenbahnstraße ins Kindererlebnisrestaurant kann entspannt und genussvoll sein.

Besuch im Schauspielhaus Leipzig

In der 11. Klasse wird im Deutschunterricht das Drama „Medea“ behandelt. Dazu haben die Schüler der 11.Jahrgangsstufe am 5.2. das Schauspielhaus besucht, um die Geschichte etwas lebendiger zu erleben.

In dem Stück geht es um die Königstochter Medea, die sich unsterblich in den Krieger Jason verliebt und für ihn ihre ganze Familie verraten und geopfert hat. Sie half ihm das Goldene Vlies zu stehlen und floh mit ihm zusammen nach Korinth. Dort lebten sie vereint und gründeten eine glückliche Familie. Jedoch hat sich Jason letztendlich von Medea und seinen 2 Söhnen abgewandt und die Königstochter Glauke geheiratet. In dem Drama wird die Geschichte von der trauernden und rachsüchtigen Medea erzählt, wie sie Vergeltung an der Königsfamilie ausübt und Jason mit dem Mord an ihren eigenen Kindern bestraft.

Das Theaterstück hat uns innerhalb von 90 Minuten die Geschichte von Medea auf eine ganz andere Weise näher gebracht. Das Drama an sich ist etwas schwierig zu verstehen, was zum großen Teil an der Sprache liegt. Das Schauspielstück dagegen war sehr schülerfreundlich. Die Sprache war wesentlich verständlicher, da zum Teil auch die heutige Jugendsprache verwendet wurde. Die Macht sei mit uns! Zudem waren die Charaktere sehr deutlich erkennbar durch die leidenschaftliche Ausdrucksweise der Schauspieler. Jedoch haben die Kostüme der Figuren nicht ganz gepasst, da sie meiner Meinung nach zu modern für das Drama waren.

Das Bühnenbild, bestehend aus einer Drehbühne mit einem Glaskasten darauf, war ebenfalls sehr passend angefertigt. Die Bühne war mit einem Wasserfilm bedeckt und die Lichtverhältnisse waren sehr kalt und dunkel, was die Emotionen und die allgemeine Atmosphäre des Dramas widerspiegelt. Zudem hat das Drehen der Platte die einzelnen Szenen sehr gut unterteilt.

Insgesamt hat das Schauspiel einen positiven Eindruck bei den Schülern hinterlassen, da es die Handlung auf eine ganz andere und einfachere Weise darstellt. Daher würden wir sagen, dass es eine gute Ergänzung zum Unterricht ist und auch etwas mehr Leben in die Tragödie hineinbringt.

Charlotte Feist, Klasse 11

Projekttage: Leben in der Diktatur

Im Rahmen von zwei Projekttagen im Fach GRW haben sich die 9b und 9c mit dem Alltag in einer Diktatur, speziell in der DDR, beschäftigt.

Der Zeitzeuge Hans-Peter Spitzner und seine Tochter Peggy Spitzner erzählten eindrücklich von ihrem Leben in der DDR zwischen Anpassungsdruck und Opposition. Im August 1989 flohen sie mithilfe eines amerikanischen GIs im Kofferraum von dessen Auto nach West-Berlin. Ergänzt wurden ihre Berichte mit einem kleinen Film, der über diese Flucht gedreht wurde.

Im „Kofferprojekt“ setzten sich die Schüler mit verschiedenen Perspektiven jugendlichen Lebens in den 1980er Jahren auseinander. Themen hierbei waren u.a. Schule und Sport, die Jungpioniere sowie die Freie Deutsche Jugend, aber auch die Umwelt- und Friedensbewegung und der Punk.

Organisiert wurden die Projekttage mit Dr. Alexander Müller, der bei der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur arbeitet. Vielen Dank für die Unterstützung!

Die Klasse 7a auf Charlie Chaplins Spuren

Nachdem die Klasse 7a im Jahr 2023 einen Einblick hinter die Kulissen der Leipziger Oper bekam, bestand der Wunsch, einmal ein richtiges Bühnenwerk anzusehen.

Und so wurde für den 06.01.2024 ein Besuch des Balletts „Chaplin“ organisiert.

Diese Aufführung wurde in moderner Version verfasst und war daher ein einzigartiges Erlebnis.  Wer sich im Vorfeld mittels Stückeinführung einen Überblick verschafft hatte, konnte es auch entsprechend genießen.

Das Stück wurde von Mario Schröder kreiert und es stellte das Leben und Handeln von Charlie Chaplin auf beeindruckende Weise dar. Die Kunstfigur Chaplins, der Tramp, mit Hut und Stock, berührte die Zuschauer über die gesamten eineinhalb Stunden. Aber auch die vielen wunderbaren Tänzer faszinierten immer wieder.

Das Opernhaus war ausverkauft und am Ende gab es minutenlangen Applaus.

Insgesamt war es ein toller Opernbesuch mit beeindruckenden Bühnenbildern und bemerkenswerten Tanzeinlagen. Wir sind mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gegangen.

Sophie Götte, 7a