Das Kepler bei der 19. Jugendzukunftskonferenz in Dresden
Das Kepler bei der 19. Jugendzukunftskonferenz in DresdenWährend am Samstag, dem 19.09.2026 gegen 7 Uhr morgens, die meisten Schülerinnen und Schüler unserer Schule noch im Bett lagen, saßen wir, Konstantin Gutewort und Ylva Westphalen aus der Jahrgangsstufe 12, schon im Zug von Leipzig nach Dresden. Unser Ziel war die Sächsische Staatskanzlei, wo wir im Rahmen des GRW-Unterrichts an der 19. Jugendzukunftskonferenz teilgenommen haben. Dort ging es um die Frage, wie junge Menschen stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden können.
Nach dem Einlass um 9 Uhr und einer kurzen Wartezeit im Vorraum der Staatskanzlei begann das Programm. Ministerpräsident Michael Kretschmer begrüßte alle Schülerinnen und Schüler und beantwortete anschließend Fragen aus dem Publikum, darunter auch anonym eingereichte Fragen. Neben ihm waren weitere Minister anwesend, unter anderem der Innen- und der Kultusminister.
Danach wurden wir auf sechs Fokusgruppen verteilt. Die Themen reichten vom Klima über mentale Gesundheit im Schulalltag bis zur „Generation Zukunft“. Wir waren in Gruppe 3 und haben uns mit der Wehrpflicht beschäftigt. Als Ansprechpartner hatten wir drei Vertreter der Bundeswehr und den sächsischen Innenminister. Zum Einstieg erzählte uns einer der Soldaten von seinem Werdegang und der Entwicklung der Bundeswehr. Danach sammelten wir in kleinen Gruppen Diskussionspunkte und stellten sie vor. Bei einem Rundgang konnten wir uns die Ideen der anderen Gruppen ansehen und direkt mit den Experten ins Gespräch kommen. Nach zwei Stunden hatten wir uns auf vier gemeinsame Forderungen geeinigt:
Der persönliche Werdegang darf durch die Wehrpflicht nicht unterbrochen werden.
Wir jungen Menschen wollen bei den Gesetzen zur Wehrpflicht mitentscheiden, denn sie betreffen vor allem uns.
Neben dem Wehrdienst sollen auch Alternativen wie FSJ oder Zivildienst gleichermaßen anerkannt und beworben werden.
Die Finanzierung muss im Blick bleiben. Die Bundeswehr soll gut ausgestattet sein, die Aufrüstung aber nicht weiter gesteigert werden.
Zum anschließenden Mittagessen gab es ein Buffet in der Kantine der Staatskanzlei. Danach kamen alle wieder im Saal zusammen, und die Schülerinnen und Schüler stellten die Ergebnisse ihrer Fokusgruppen vor. Mit Stickern durften wir markieren, welche Punkte uns am wichtigsten waren. So entstand ein anschauliches Bild davon, was uns Jugendliche gerade bewegt. Die Experten ordneten die Ergebnisse anschließend fachlich ein und zum Schluss bedankte sich Herr Kretschmer in einer kurzen Rede für unser Engagement.
Für uns war der Tag eine gute Gelegenheit zu erleben, wie politische Meinungsbildung praktisch funktioniert. Besonders beeindruckt hat uns, wie viele junge Menschen sich mit eigenen Ideen und Argumenten eingebracht haben.
L. Kockisch

veröffentlicht 09/2026

