Der Abiturjahrgang 2026 verabschiedet sich
Auch in diesem Jahr konnten wir in der Taborkirche die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse durchführen. Vielen Dank der Kirchgemeinde.

Den musikalischen Rahmen lieferte unser Lehrerensemle mit viel Enthusiasmus und einer größer werdenden Mitgliederzahl. Ein besonderer Dank geht an Frau Reinhardt für die Organisation und die Leitung des Ensembles.


Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren bezog sich Herr Deuschle zunächst auf ein Bild, dass in den Zeugnismappen der Abiturientinnen und Abiturienten zu finden war:
Bildinhalt – ein älteres Paar und ein Jugendlicher sitzen sich in der Bahn gegenüber. Es entwickelt sich wider Erwarten ein angeregtes Gespräch.
Hier einige Auszüge der Rede, die aus dem Bild abgeleitet, den Blick von uns allen öffnen sollten:
„Eine Krankheit unserer Zeit ist, dass eine Ich-Botschaft nach der nächsten mit innigen Ich-Bedürfnissen gesendet wird, dass alle von allem Ahnung und noch mehr Meinung haben, dass aber äußerst selten mit der Bereitschaft zu echtem Interesse aktiv zugehört wird. Zu-HÖREN. Nicht Zu-REDEN. Genau dies haben die drei Menschen in der Vorstadtbahn Helsinkis … gemacht. Sich zugehört, sich gegenseitig gefragt und vor allem sich für einander interessiert. Nicht in Belanglosigkeit und Banalität. Sondern echt. Authentisch. Aufrichtig.
Darau die Wünsche Herrn Deuschles an die Abiturientinnen und Abiturienten:
„Öffnen Sie Ihr Herz. Für die Pragmatiker unter Ihnen: Zeigen Sie Interesse am Gegenüber. …
Gehen Sie ins Offene. Gehen Sie hinaus in die Welt. Seien Sie bitte Freigeister, aber dabei nicht geistfrei. Wenn es Sie in Städte mit relevanten Flüssen verschlägt, denken Sie daran, dass Flüsse Ufer voneinander trennen, aber Ziele miteinander verbinden.
Kurzum: Zeigen Sie Haltung, wechseln Sie Perspektiven und vor allem: Bewahren Sie Ihr Interesse!“
Am Ende die Weißheit der Großmutter: „Bleiben Sie gesund und fröhlich! Es sind zwei Seiten einer, der wichtigsten Medaille.“
Vielen Dank für die wieder sehr erfrischende Rede.
Auch die Abiturientinnen und Abiturienten haben mit Anne und Marlin zwei Rednerinnen gefunden, die ihren Dank in einen lebensnahen Rahmen brachten:
So stieg Anne mit ihrem „Freund“ dem Kirschbaum ein:
„Im Garten meines Vaters steht ein Kirschbaum. Immer wenn ich jemanden zum reden brauchte, der einfach nur zuhört und akzeptieren muss, was ich zu sagen habe, war er da. Egal ob ich während Corona meine Freunde und Familie nicht sehen durfte, egal ob glücklich, egal ob ängstlich oder gestresst, ich wusste wem ich es erzählen konnte.“
… „Vielleicht ist man nicht gemacht für eine Beziehung die das ganze Leben halten wird, vielleicht lebt man sich einfach auseinander, weil es keinen Punkt gibt an dem man zusammenkommt. Und trotzdem wird man immer lächeln müssen, wenn man an gemeinsame Momente denkt.“
Aufbauend auf diese Erlebnisse fand Marlin Dankesworte an alle, die sie durch die Schulzeit begleitet haben, hie nur ein kleiner Auszug:
Dank an Lehrkräfte: „… die uns gezeigt haben, dass die Schule vielleicht auch manchmal doch gar nicht so schlimm war, wie wir gesagt haben. Danke, dass Sie ein Klima geschaffen haben, in dem man sich wohlfühlen konnte und keine Angst haben musste.“ Ich freue mich, dass besonders auch die jngen Lehrkräfte mit ihren Herausforderungen im Schulaltag gewürdigt wurden.
Dank an Eltern: „… die uns über den Schulalltag hinaus ermutigt, gestärkt und begleitet haben. Zwischen Brotdosen, die im Rucksack vergessen wurden und Tränen beim Hausaufgaben machen oder lernen, habt ihr uns trotzdem geholfen und Tipps gegeben. Vor allem in einer mehr als außergewöhnlichen Zeit, der Coronapandemie, mussten so manche Familienmitglieder über ihren eigentlichen Beruf hinauswachsen und Lehrkraft für alles sein.“
Dank an die Mitschüler: „… in riesen großes Dankeschön für das Wiederaufbauen nach einer schlechten Note, das gemeinsame Lernen, das Zuhören, wenn man gerade Sorgen hatte, das Beraten, wenn man gerade nicht weiterwusste und viele unvergessliche Momente, die die Schulzeit ganz besonders bereichert haben.“ Ein besonderer Dank geht hier an Tilmann, der in vielen Dingen die Planung übernommen hat.
Am Ende noch ein Zitat aus Annes Part: „Jeder in diesem Raum hat die Chance alles aus sich zu machen.„

Vielen Dank an die Redner.
Am Ende einige Impreesionen:





B. Mitschke (Oberstufenberaterin) – Bilder Herr Langer
veröffentlicht 06/2026

